S355MC

1.0976

Der Werkstoff 1.0976, auch bekannt unter S355MC, gehört zu der Gruppe der mikrolegierten Stähle, die durch ein hohes Maß an Festigkeit und gute Kaltumformbarkeit bestechen. Es handelt sich um einen warmgewalzten Stahl. Das Material ist unter der DIN EN Norm 10149-2 zu verorten. Die Materialeigenschaften von 1.0976 lassen eine Verarbeitung zu dünnwandigen, gewichtssparenden Stahlkomponenten zu.

Mechanische Eigenschaften nach DIN EN 10149-2

Obere Streckgrenze, ReH Zugfestigkeit Rm Bruchdehnung Aa Faltversuch
MPaa,e MPaa,e % (180°)
min Biegedorndurchmesser
Nenndicke min.
min. < 3 ≥ 3 b, c
Lo = 80 mm Lo = 5,65 √So
355 430 bis 550 19 23 0,5

aDie Werte für den Zugversuch gelten für Längsproben.

bDie Werte für den Faltversuch gelten für Querproben.

ct = Dicke der Probe beim Faltversuch, in mm.

dBei Dicken > 8 mm dürfen die Streckgrenzenwerte um 20 MPae niedriger sein.

e1 MPa = 1N/mm2.

fBiegen um 90°, für Dicken kleiner 3 mm; Mindestdurchmesser 7 t.

gBiegen um 90°, für Dicken kleiner 3 mm; Mindestdurchmesser 8 t.

Anwendungsgebiete von 1.0976

Die Hauptanwendungsgebiete des Materials stellen sich unter anderem wie folgt dar:
  • Automobilindustrie
  • Agrarmaschinen
  • Containerbau
  • Industrietanks
  • Konstruktionen (z.B. Rahmen, Rohre, Pressteile)

Die chemische Zusammensetzung der Stahlsorte S355MC ist sehr günstig, da es sich um einen kohlenstoffarmen und extrem festen Stahl, der sich durch eine hohe Zugfestigkeit auszeichnet. Bleche dieser Stahlsorte bietet der Klöckner Onlineshop als gebeiztes Band- oder Feinblech. Verschiedene Varianten von 1.0976 Blechen finden Sie im Klöckner Onlineshop.

Schweißbarkeit

Durch den geringen Kohlenstoffanteil von unter 0,2 % liegt eine geringe Aufhärtbarkeit vor. Das wiederum führt dazu, dass sich der Werkstoff 1.0976 durch gute Schweißeigenschaften (elektrische Verfahren) auszeichnet. Die Gefahr eines Kaltrisses während des Schweißprozesses ist marginal.

Besonderheiten

Die Streckgrenze des Materials S355MC, die mit einer verspäteten plastischen Verformung einhergeht, ist auf einem hohen Niveau. Das hat zur Folge, dass eine Materialverbrauchsreduzierung durch „die Senkung der tragenden Querschnitte“ ermöglicht wird. Im Gegensatz zu den positiven Kaltumformungseigenschaften sind Warmumformungen nicht zu empfehlen. Die Grundlage hierfür ist der negative Einfluss auf die Streckgrenze und Zugfestigkeit, die durch unterschiedliche Glühverfahren hervorgerufen wird. Die Kerbschlagzähigkeit liegt bei einer Prüftemperatur von -20 Grad Celsius bei mindestens 40 J.

Chemische Zusammensetzung

Chemische Zusammensetzung nach DIN EN 10149-2
C % max. 0,12
Mn % max. 1,50
Si % max. 0,50
P % max. 0,025
S % max. 0,020
alges % max. 0,015
nb % max. 0,09
v % max. 0,20
ti % max. 0,15

aDie Summe von Nb, V und Ti darf 0,22 % nicht überschreiten.

bFalls zum Zeitpunkt derBestellung vereinbart, beträgt der Schwefelgehalt höchstens 0,010 % (Schmelzenanalyse).

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