1.4021

X20Cr13

1.4021 kann als korrosionsbeständiger Edelstahl beschrieben werden, der auch unter den Bezeichnungen X20Cr13 und AISI 420 bekannt ist. Der Chromgehalt dieses Werkstoffes liegt zwischen 12 und 14%. Er gehört zu den martensitischen Stählen, bei denen es durch Härtungsprozesse möglich ist, einen höheren Verfestigungsgrad und Magnetismus zu erreichen.

Mechanische Eigenschaften nach DIN EN 10088-3

Dicke t oder Durchmesserb Geglüht Vergütet
d Rm HBc Wärmebehandlungszustand Rp0,2 Rm A5d KV2
MPa*) MPa*) MPa*) % J
mm max. max. min. min. min.
(längs) (quer) (längs) (quer)
≤ 10e 910 290 +QT700 600 750 bis 1000 8 - - -
10 < t ≤ 16 910 290 550 750 bis 1000 8 - - -
16 < t ≤ 40 850 260 500 700 bis 950 10 - 25 -
40 < t ≤ 63 800 250 500 700 bis 900 12 - 25 -
63 < t ≤ 160 760 230 500 700 bis 850 13 - 25 -

aEinschließlich abgelängter Stäbe aus gezogenem Draht.

bFür Sechskantstäbe die Schlüsselweite.

cNur zur Information.

dDehnung A5 gilt nur für Abmessungen von 5mm und darüber. Für kleinere Durchmesser ist die kleinste Dehnung bei der Anfrage und Bestellung zu vereinbaren.

eIm Bereich von 1mm ≤ d < 5mm gültig nur für Rundstäbe. Die mechanischen Eigenschaften nichtrunder Stäbe mit Dicken <5mm müssen bei der Anfrage und Bestellung vereinbart werden.

*)1MPa= 1 N/mm2.

Anwendungsgebiete von 1.4021

Aufgrund der sehr guten Poliereigenschaften findet der Werkstoff häufig bei der Herstellung von Haushalts-, Küchen- oder Dekorationsartikeln Anwendung. Der Werkstoff 1.4021 ist zusätzlich für die folgenden Einsatzbereiche geeignet:
  • Maschinenbau
  • Automobilindustrie
  • Medizintechnik
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Erstellung von Konstruktionsteilen

Schweißbarkeit

Grundsätzlich ist die Schweißfähigkeit des Werkstoffes 1.4021 nicht stark ausgeprägt. Es können jedoch bis auf das Lichtbogenschweißen alle gängigen Verfahren Anwendung finden. Wichtig ist, dass dieser Bearbeitungsprozess mit einer Wärmebehandlung des Materials einhergeht. Die Werkstoffe 1.4302, 1.4502 oder 1.4551 können dabei als Schweißmaterial dienen.

Besonderheiten

Es ist möglich, die bereits gute Beständigkeit gegenüber Korrosion (ausgenommen in Seewasserumgebung) weiter positiv zu beeinflussen. Die Oberfläche sollte poliert bzw. geschliffen werden, um entsprechende Effekte zu erreichen. Zerspanende Tätigkeiten sind problemlos durchzuführen. Der Werkstoff 1.4021 kann in einer Temperaturumgebung von 950 bis 1050 Grad Celsius mit darauffolgender Abkühlung in Öl oder an der Luft gehärtet werden. Ein Schmiede bzw. Walzvorgang (Warmformgebung) ist bei Temperaturen zwischen 800 und 1100 Grad Celsius durchzuführen.

Chemische Zusammensetzung

Chemische Zusammensetzung in Massenanteil % (nach DIN EN 10088-3)
C 0,16 bis 0,25
Si 1,00
Mn 1,50
P 0,040
S 0,030
Cr 12,0 bis 14,0

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